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Fokus Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz verändert unseren Alltag – und birgt Risiken für die Gleichstellung. Algorithmische Systeme können bestehende Ungleichheiten verstärken. Die EKF fordert klare Regeln und eine diskriminierungsfreie, geschlechtergerechte Digitalisierung.

Zu den Stellungnahmen der EKF

Künstliche Intelligenz vernetzt Menschen auf digitalen Plattformen.

Algorithmische Diskriminierung

Künstliche Intelligenz (KI) und Algorithmen prägen längst unseren Alltag – beruflich wie privat. Sie kommen auch in sensiblen Bereichen zum Einsatz, etwa bei der automatisierten Bewerbungsbewertung, in der Steuerveranlagung oder bei biometrischer und medizinischer Bilderkennung. Doch algorithmische Systeme sind nicht neutral: Sie basieren auf vorhandenen Daten, die oft bestehende Ungleichheiten und Stereotype widerspiegeln – mit problematischen Folgen für die Gleichstellung.

Technologien auf Basis von KI reproduzieren gesellschaftliche Ungleichheiten und bergen ein hohes Diskriminierungspotenzial. Studien belegen, dass algorithmische Diskriminierung aufgrund von Merkmalen wie Geschlecht, Herkunft oder Lebensform häufig vorkommt. Die Schweiz hinkt derzeit sowohl bei der Sensibilisierung der Öffentlichkeit als auch bei der rechtlichen Regulierung den technologischen Entwicklungen hinterher.

Mehr dazu:

Geschlechtergerechte Digitalisierung

Die Digitalisierung verändert, wie wir leben, arbeiten und kommunizieren. Sie verschiebt Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und unbezahlter Carearbeit und verlangt neue Kompetenzen. Diese Veränderungen wirken sich direkt auf die Gleichstellung der Geschlechter aus – insbesondere auf dem Arbeitsmarkt. Digitalisierung muss deshalb auch aus einer Geschlechterperspektive gestaltet werden.